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Fördermöglichkeiten

Auf Landes- und Bundesebene existieren vielfältige Förderprogramme für Industrieunternehmen. Diese unterstützen Investitionen in Massnahmen, die den in CO2-Ausstoß reduzieren über Investitionszuschüsse oder vergünstigte Kredite (teilweise mit Tilgungszuschüssen).

Im Rahmen von ETA-Transfer haben die Unternehmen hauptsächlich die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft mit einer Zuschussförderung genutzt. Besonders häufig wurde dabei auf das Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen zurückgegriffen. Dieses Modul ermöglicht auch die Umsetzung systemübergreifender Massnahmen. Weitere Informationen zu diesem Programm finden Sie auf der Internetseite des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Das Förderprogramm ermöglicht eine Zuschussförderung für Energieeffizienzmehrkosten in Höhe von maximal 30 % (KMU bis maximal 40 %). Zusätzlich gibt es einen „Förderdeckel“, welche die Beihilfen auf maximal 500 € (KMU 700 €) pro eingesparter Tonne CO2 begrenzt.

Was sind beihilfefähige Kosten?

Welche Kosten über die Förderung geltend gemacht werden können, hängt grundsätzlich davon ab, nach welcher Verordnung gefördert werden soll: nach De-minimis-Verordnung oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO). Dies kann vom Unternehmen während des Antragprozesses gewählt werden und hängt von mehreren Faktoren ab:

Die De-minimis-Verordnung erlaubt in engen Grenzen eine unbürokratische Bezuschussung von förderfähigen Massnahmen. Innerhalb von drei Kalenderjahren dürfen in Summe bis zu 200.000 Euro De-minimis-Beihilfen, unabhängig vom Beihilfegeber, für ein Unternehmen beziehungsweise einen Unternehmensverbund gewährt werden. Um sicherzustellen, dass Unternehmen diese Grenze nicht überschreiten, müssen sie eine so genannte „De-minimis-Erklärung“ abgeben. In dieser gibt das Unternehmen an, welche De-minimis-Beihilfen das Unternehmen im relevanten Zeitraum bereits in Anspruch genommen hat.

Beihilfefähige Kosten, also die Kosten welche als Berechnungsgrundlage für die Beihilfe dienen, sind nach De-minimis die förderfähigen Investitionskosten (direkter Bezug zur Energieeinsparung, zum Beispiel Kauf einer effizienten Maschine), förderfähige Investitionsnebenkosten (zum Beispiel Installationskosten) und Kosten für das Einsparkonzept (nur bei Modul 4).

Kann oder soll eine Förderung nach der De-minimis-Verordnung nicht erfolgen, beispielsweise weil das Förderlimit von 200.000 Euro innerhalb der letzten drei Kalenderjahre bereits erreicht ist, so kann eine Förderung nach AGVO gewählt werden (bspw. Art. 38 oder 41, je nach Förderprogramm).

Beihilfefähige Kosten, also die Kosten welche als Berechnungsgrundlage für die Beihilfe dienen, sind nach AGVO ausschließlich die Investitionsmehrkosten sowie die Mehrkosten bei den Nebenkosten und Kosten für das Einsparkonzept (nur bei Modul 4). Das „Mehr“ bezieht sich hierbei auf die Mehrkosten der geplanten Energieeffizienzmassnahme im Vergleich zu einer Standardlösung. Nur diese Mehrkosten dienen als Basis für die Berechnung der Beihilfe.

DISCLAIMER: Die Darstellung der Fördermöglichkeiten dient zur oberflächlichen Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität und erfolgt entsprechend ohne Gewähr. Für eine umfassende Beratung wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Fördergeber.