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Grußwort des BMWi

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Klimawandel gehört zu den größten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit und macht auch während der gegenwärtigen Corona-Krise keine Pause. Deswegen müssen wir unvermindert an dieser Aufgabe weiterarbeiten. Die Bundesregierung strebt bis 2050 Klimaneutralität für Deutschland an. Dafür ist das Gelingen der Energiewende eine entscheidende Voraussetzung.

Mehr als 40 Prozent unseres Stroms werden bereits aus Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen. Große Potenziale liegen aber nach wie vor in der Optimierung der Nachfrageseite – getreu dem Motto „Efficiency First“. Denn nur wenn es uns gelingt, auch die Energieeffizienz in allen Sektoren massiv voranzutreiben, sind wir in der Lage, unsere CO2 -Emissionen deutlich zu senken und die Klimaziele Deutschlands zu erreichen.

In der Industrie arbeiten in unserem Land sieben Millionen Menschen. Sie steht für gut ein Fünftel der Wertschöpfung, ist aber auch für ein Fünftel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Entsprechend groß sind die Potenziale für Energieeffizienz in der industriellen Produktion und damit auch der Hebel für effektiven Klimaschutz.

Wie diese Potenziale gehoben werden können, hat das Forschungsprojekt ETA-Fabrik unter Federführung des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der TU Darmstadt aufgezeigt. Mit dem Projekt ETA-Transfer werden diese neu gewonnenen Erkenntnisse nun in die Praxis umgesetzt.

Diese Maßnahmen im Bereich der energieeffizienten Produktion werden nicht nur helfen, viel Energie einzusparen, sie sind auch durchweg wirtschaftlich und amortisieren sich regelmäßig innerhalb von maximal fünf Jahren. Bereits jetzt zeigt sich, dass bei einzelnen Maßnahmen Energieeinsparungen von 80 Prozent gegenüber dem Normalbetrieb möglich sind.

Die Erkenntnisse sind branchenübergreifend auf produzierende Unternehmen übertragbar, die dabei sogar doppelt profitieren: nicht nur durch die Energieeinsparungen, sondern auch, weil die Umsetzung vieler dieser Maßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft mit bis zu 40 Prozent bezuschusst wird.

Auch deshalb würde ich mich freuen, wenn möglichst viele Unternehmen die Gelegenheit wahrnehmen, sich auf dieser Webseite ausführlich zu informieren – und anschließend selbst aktiv werden und investieren. So gelingt ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Industrie und damit zum Klimaschutz, der zugleich auch den Technologiestandort Deutschland stärkt.

Peter Altmaier
Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Peter Altmaier
Bundesminister für Wirtschaft und Energie